Grüne: Anreize für mehr regionale Vermarktung schaffen

Schöpfer: Eier-Krise mahnt zum Umdenken

Vor dem Hintergrund einer möglichen Eierkrise im Saarland aufgrund langfristiger Folgen des Fipronil-Skandals haben die saarländischen Grünen die Landesregierung erneut aufgefordert, die Regionalvermarktung im Saarland deutlich zu stärken. Außerdem müsse die neue Bundesregierung eine Kennzeichnungspflicht für eierhaltige Produkte wie Nudeln und Kekse umsetzen.

Grünen-Landeschefin Tina Schöpfer erklärt dazu: „Regionale Produkte verstärkt in den Fokus zu rücken und zu fördern ist ein erster Schritt für mehr Lebensmittelsicherheit. Die Landesregierung muss die drohende Eier-Krise deshalb zum Anlass nehmen, das Förderprogramm zur besseren Vermarktung regionaler Produkte zügig weiter auszubauen. Wer regionale Produkte erwirbt, trifft eine bewusste Entscheidung für den lokalen Anbieter und gegen lange Lieferketten. Davon profitieren sowohl die Kund*innen als auch die Produzent*innen. Durch den Fipronil-Skandal ist die Nachfrage nach regionalen Eiern, als auch nach Bio-Eiern, deutlich angestiegen. Deshalb gilt es gerade auch im Bereich der Eierproduktion Anreize zu schaffen für mehr regionale Erzeugung. Laut Zahlen des Verbandes der Geflügelhalter im Saarland kann das Saarland momentan lediglich 20 Prozent seines Eigenbedarfs an Eiern decken. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollten außerdem bei verarbeiteten Produkten wie Nudeln und Keksen nachvollziehen können, woher die verarbeiteten Eier stammen. Deshalb muss sich die neue Bundesregierung für eine Kennzeichnungspflicht für eierhaltige Produkte einsetzen.“

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