Saar-Grüne fordern von der Landesregierung ein echtes Brownfield-Kataster

Bereits im Vorfeld wurde die gestrige Vorstellung eines Brownfield-Katasters angekündigt. Die Wiederverwertung ehemaliger Industrie- und Bergbauflächen („brownfields“) zur Neuansiedlung ist bei gleichzeitiger Schonung von noch unversiegelter landwirtschaftlicher Nutzfläche („greenfields“) eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre. Dadurch soll der Nettoflächenverbrauch deutlich reduziert werden. Die mit der gestrigen Pressemitteilung mitgelieferte Datenbank (www.portal.germanys.saarland) enthält jedoch nur zwei Brownfields. Die restlichen 42 Standorte sind noch nicht bebaute Parzellen von Gewerbe- und Industriegebieten auf der grünen Wiese.

Hierzu äußert sich Hanko Zachow, Generalsekretär der Saar-Grünen: „Das was hier vorgestellt wurde, ist nichts anderes als eine Mogelpackung, die gar nichts mit einem Brownfield-Kataster zu tun hat. Im Entwurf zum Landesentwicklungsplan 2030 ist detailliert dargelegt, welche noch unberührten Agrarflächen zukünftig zu Industrie- und Gewerbeflächen entwickelt werden soll. Auch wenn wir den Umfang von ca. 600 Hektar und die Auswahl einzelner Flächen kritisieren, gibt doch der Landesentwicklungsplan am Beispiel der Greenfields deutlich vor, welche Anforderungen auch an ein landesweites Brownfield-Kataster gestellt werden müssen. In ein echtes Brownfield-Kataster gehören daher alle Flächen, die für eine Neuansiedlung aufbereitet werden können, auch wenn sie in diesem Jahr noch nicht zu vermarkten sind. Wir fordern die Landesregierung auf keine Mogelpackungen, sondern eine echte Übersicht mit allen entwickelbaren Altflächen, vorzulegen!“

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